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Leuk - città storica

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Leuk - città storica
Geschichte von Leuk
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Leuca fortis - das starke Leuk

Leuk hat eine reiche Geschichte… Geschichte, die lebt!

515 n. Chr. wurde Leuk erstmals urkundlich erwähnt. Um 1260 erhielt es das Stadtrecht. Dank der zentralen Lage war Leuk während Jahrhunderten ein wichtiger Handelplatz am Knotenpunkt wichtiger Verkehrswege.

Im Mittelalter galt Leuk als wichtigste Ortschaft des Oberwallis und spielte im politischen und wirtschaftlichen Leben eine entscheidende Rolle. Das ehemalige bischöfliche Schloss (vor 1254), das Rathaus (1541/43), die Pfarrkirche (12. Jhr/1480) und zahlreiche imposante Patrizierhäuser und herrschaftliche Wohnsitze zeugen von der reichen Vergangenheit. Sie verleihen dem Städtchen seinen besonderen Charme.


Leuk und seine Geschichte

Leuk hat eine reiche Geschichte. Es hat zum guten Teil auch Walliser Geschichte geschrieben und oft in Entscheidungen eingegriffen. Spätestens um 2400 v. Chr. wurde die Gegend von Leuk besiedelt. Das Wallis wurde von den Liguren, Kelten, Römern, Burgundern, Franken und Alemannen bevölkert. Vielleicht ist es der Einfluss dieser Vorfahren, den man verspürt, wenn man heute durch die kleinen Gässchen von Leuk schlendert und sich wie in Umbrien fühlt. Der Name Leuk stammt vermutlich aus vorkeltischer Zeit. 515 n. Chr. wurde Leuk erstmals urkundlich erwähnt. 1142 ging Leuk an den Bischof von Sitten über. Der Bischof war Kirchen- und auch Landesfürst. Unzählige Jahre diente das Bischofsschloss von Leuk als Sommerresidenz des Bischofs.



Zu welcher Zeit Leuk das Stadtrecht erhalten hat steht nicht genau fest. Wahrscheinlich um 1260. Dank der zentralen Lage war Leuk immer schon ein wichtiger Handelsplatz und Knotenpunkt des Ost-West und Süd-Nordverkehrs. Der Gemmipass wurde von den Römern ausgebaut und viel benutzt. Davon zeugen unzählige Funde.


Der Gemmipass


Das Wappen von Leuk zeigt einen Greif.

Der Greif ist ein Fabelwesen aus Löwe und Adler. Damit ist Herrschaft über Erde und Luft angedeutet. Leuk war das Zentrum der Reformation im Wallis mit Michael Mageran als Anführer. Unter ihm wurden die weltliche und kirchliche Macht des Bischof von Sitten gebrochen. Die Römer führten den Weinbau ein. Alp und Weidewirtschaft wurde schon in der Keltenzeit betrieben. Im Mittelalter wurden in Leuk über 20 Mühlen gezählt. Daneben war Leuk aber auch der Platz der politischen Welt. Über 20 Advokaten waren in Leuk ansässig. Wo sich Macht und Reichtum häufen, bleibt der Volkszorn nicht fern. So ist es nicht verwunderlich, das Leuk manche Zerstörung über sich ergehen lassen musste. Vieles ist dennoch erhalten geblieben. Von der römischen Feuerstelle über das Beinhaus mit der 20 Meter langen Schädelwand und der gotischen St. Stephanskirche zeugen viele Bauten von der historischen Vergangenheit von Leuk.


Beinhaus Leuk


 Legende vom Mörderstein

Zwischen Leuk und Siders erstreckt sich der Pfynwald, der grösste Föhrenwald der Alpen.

In vergangenen Zeiten hausten in diesem finsteren Walde dunkle Gestalten: die Räuber.

Wohl war der Weg durch den Wald die kürzeste Verbindung zwischen Siders und Leuk, aber keiner, der ihn durchquerte, war seines Lebens sicher. So zogen es die Händler und Reisenden vor, den Weg über Salgesch und Varen, über die tiefe Dalaschlucht nach Leuk zu nehmen.

Eines Tages suchte eine Mutter mit ihrem Kinde den Wunddoktor in Siders auf.

Als sie nach Leuk aufbrechen wollten, war der Nachmittag schon fortgeschritten. Die Mutter schlug alle Warnungen der Leute in den Wind und entschied sich, trotz grauenvoller Geschichten den kürzeren Weg durch den Pfynwald zu nehmen.

Schon hatten Mutter und Kind den halben Weg hinter sich, als plötzlich, hinter einem grossen, mit Moos und Flechten bewachsenen Stein, ein grimmiger Bursche hervorsprang und ihnen den Weg versperrte. Mutter und Kind erschraken, doch der Räuber gebot ihnen Ruhe.
Er versprach den beiden:
    "Nun Kind, ich werde Euch beide mit dem Leben belohnen, wenn Du folgende Fragen richtig beantwortest!"
Und er setzte zur ersten Frage an:
    "Was ist edler als Gold?"
Das Kind antwortete:
    "Der Mutter Herz!"
    "Was ist süsser als Honig?" "Der Mutter Milch!"
    "Was ist weicher als Flaum?" "Der Mutter Schoss!"
    "Was ist stärker als Tod?" "Der Mutter Liebe!"
Der Räuber wurde immer wütender, da ihm das Kind alle Fragen richtig beantwortete und er setzte zur letzten Frage an:
    "Was ist härter als Stein?"
Das Kind stockte, die Angst sprach ihm aus dem Augen. Es stiess hervor:
    "Des Mörders Herz!"
Da packte der Räuber das Kind und schrie:
    "Da nimm des Mörders Herz!"

Er schleuderte das Kind mit Gewalt an den Felsen! Sogleich wurde es dunkel, es donnerte und der Wind brauste auf. Der Fels hatte sich zum Zeichen, dass des Mörders Herz härter ist als Stein, gespalten.

Seit diesem Tag wird der Fels der "Mörderstein" genannt. Noch immer steht der gespaltene Fels gross und imposant an der Strasse zwischen Siders und Leuk.